Mittwoch, 4. Mai 2011

Onleihe goes App

Nachdem bereits in einer Ausgabe des Bibliotheksforums Bayern von 2009 seitens der Divibib verkündet wurde, dass es Ende 2010 eine App geben würde, die dann das iPhone mit den Onleihe-Titeln versorgt, so ist diese jetzt auch erschienen. Im Itunes-Store ist sie unter dem Namen Onleihe erhältlich und lässt in Verbindung mit dem Bluefire Reader die Anzeige der eBooks aus den jeweiligen Bibliotheken zu. Alle eBooks, nein, doch zumindest die im ePub-Format. Das heißt, wenn man einen größeren iPod, ein iPhone oder iPad sein Eigen nennt, ein Bibliothekskonto in einer der Bibliotheken die sich für die App entschieden haben besitzt und dann der Step-by-Step-Anleitung folgt, sollte man eBooks im ePub-Format auf seinem Apple-Instrument lesen können. Puh, geschafft - das wiederum dürften sich auch die Kunden der jeweiligen Bibliotheken denken, wenn sie angekommen sind.

Die Liste der inkludierten Bibliotheken wird gerade stetig ausgebaut. Waren es zu Beginn noch vier, mit den Bücherhallen Hamburg, der Stadtbibliothek Reutlingen, der Stadtbücherei Frankfurt am Main und der Stadtbibliothek Duisburg, so kommen nun sukkzessive neue Bibliotheken dazu. Auch unsere Bibliothek wird bald darüber verfügen und ich freue mich somit schon auf den ersten Praxistest, wobei ich gerade schon festgestellt habe, dass von unseren gut 700 eBooks nur 200 im ePub-Format vorliegen, schade.

Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werde ich hier ergänzen!

1 Kommentar:

  1. Was mich wirklich interessieren würde, wären konkrete Zahlen zur Onleihe. Was kostet die Onleihe pro "Ausleihe" eines E-Books? Welche Titel sind wirklich interessant für die Nutzer.

    Wenn man so einen DRM-Murks schon mitmacht, sollte es wenigstens inhaltlich und in der Umsetzung gelungen sein. Die künstlich erzwungene serielle Nutzung eines elektronischen Dokuments zählt dazu sicherlich nicht.

    Bis auf Beweis des Gegenteils halte ich die Onleihe wie 2008 für eine teure Form der Pressemeldungsanlaßgenerierung. Kurz gesagt: für Steuergeldverschwendung.

    Die logische Folge: Eine Bibliothek, die Geld für die Onleihe hat, sollte keine Benutzungsgebühren erheben.

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