Freitag, 2. Juli 2010

RFID-Personalausweis als Nutzerausweis?

Die Bundesregierung hat ja vor kurzem beschlossen den Personalausweis noch in diesem Jahr mit einem RFID-Chip zu versorgen. Zwar wohl nur für die, die ihn neu kriegen und die, die freiwillig tauschen wollen, aber es wird sie definitiv ab dem 1. November geben. Für viele Bibliotheken, die mit RFID arbeiten, könnte das meiner Meinung nach von Interesse sein. Denn die "elektronische Authentifizierung", die mit dem Ausweis möglich wäre, ließe sich eventuell auch insoweit nutzen, dass der Leserausweis als solcher vielleicht hinfällig würde. Einsparen ließen sich, die Erstellung der Ausweise und die Routine-Fragen: "Ich habe meinen Ausweis vergessen, was mache ich denn jetzt?" Natürlich würde man auch einen gewissen Profilverlust in Kauf nehmen, ohne eigenen Bibliotheksausweis und die Möglichkeit einen Aufkleber drauf zu kleben, der dem Nutzer sagt, wie lange seine Jahresmitgliedschaft noch gültig ist.
Doch wer lässt seinen Personalausweis aus Versehen zu Hause, es gibt sie ja, aber ich denke der Großteil der Personen, die eine Bibliothek besuchen, führen ihn mit sich. Wäre doch mal eine interessante Erhebung.
Ein weiterer Stolperstein könnt die Frequenz sein. Eine erste kleine Recherche online ließ mich noch nicht fündig werden, wären jedoch die Frequenzen im Bibliotheksbereich mit denen des Personalausweises zu vereinbaren, dann dürfte es dahingehend keine Probleme geben.


Bild-Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Verkehrstechnik











Das Runde an der rechten Seite des zweiten Bildes ist übrigens das Logo, dass dann überall drauf ist, wenn man seinen Ausweis nutzen kann. Für die entsprechenden Bibliotheken schon mal spannend, wo das hinkommt.

Kommentare:

  1. Hi Bodo,
    interessante Idee, die du aufgetan hast. Das wär wirklich mal zu überlegen, zumal man damit eine Plastikkarte weniger im Portemonai mit sich führen müsste, was, wie ich finde, in unserer heutigen Gesellschaft schon eine allgemeine Erleichterung wäre. ;-)

    Nachteil ist natürlich die fehlende Identifikation mit der Bibliothek, zumal man den Bibausweis ja nicht nur für einen Aufdruck der Gültigkeit nutzen kann, sondern mit so nützlichen Informationen wie den Öffnungszeiten und Adresse bestücken kann. Aber dann muss man andere Werbemaßnahmen steigern, die Identifikation mit der Bibliothek soll ja nicht nur über den Ausweis gehen. ;-)Was die technische Komponente mit den Frequenzen betrifft, so wird sich dieses Problem sicherlich lösen lassen, wenn es nur genug Menschen gibt, die eine solche Maßnahme unterstützen.
    Viele liebe Grüße von
    Jens Winalke

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  2. Im Grunde ist es eine gute Möglichkeit, da habe ich vor ein paar Monaten auch schon mal dran gedacht.

    Vielleicht sollte man auch bedenken, dass die Karte in der Bibliothek auch hier und da als Bezahlmittel (also Geldkarte) genutzt wird...und das geht ja, soweit ich weiß mit dem neuen Personalausweis dann nicht.

    Ein Nachteil ist auch, dass Nutzer, die jünger als 16 sind, dann trotzdem einen Ausweis brauchen, weil diese in der Regel ja nicht einen solchen Personalausweis haben.

    Es bleibt trotzdem interssant zu sehen, welchen Nutzen die Bibliothekslandschaft aus dem neuen Personalausweis ziehen kann.

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