Montag, 8. Juni 2009

Identi.ca - Twittern ohne Kommerz

Wenn ihr darüber nachdenkt zu twittern, dann gibt es auch Alternativen zu Twitter. Ihr denkt vielleicht, warum sollte ich denn nicht zu Twitter gehen, denn das ist doch der bekannteste Micro-Blogging-Dienst und ich kann mich mit den meisten Leuten vernetzen.
Der Vorteil von zum Beispiel identi.ca liegt darin begründet, daß kein kommerzielles Unternehmen dahintersteht und ihr nicht Gefahr lauft, dass irgendwann aus finanziellen Gründen eure Daten, Posts und alles andere ausgelesen und an den Meistbietenden verkauft werden. Das ist wahrscheinlich Schwarzmalerei, aber dass nach einem Wechsel des Eigners, plötzlich intensiv personalisierte Werbung gemacht wird kennt man ja aus anderen Bereichen schon.
Gleichzeitig ist bei Identi.ca die dahinter liegende Software (Laconica) frei verfügbar.
Hier muss man sich nur dessen bewusst sein, dass jeder Post rechtlich unter die Creative-Commons-Lizenz „Creative Commons Namensnennung 3.0 fällt.
Ich beginne nach und nach Gefallen an Twitter selbst zu finden, störe mich aber auch nicht am Kommerz des Unternehmens.

Für Bibliotheken sind Twitter und Konsorten meines Erachtens nach nicht sonderlich geeignet, hier erscheinen mir RSS-Feeds sinnvoller.

1 Kommentar:

  1. Zunächst mal vielen Dank für das Weitergeben der identi.ca/laconi.ca-Empfehlung vom Bibliothekartag. (Einige KollegInnen haben den Dienst nach dem Vortrag bereits ausprobiert.) Deinem Satz "Für Bibliotheken sind Twitter und Konsorten meines Erachtens nach nicht sonderlich geeignet, hier erscheinen mir RSS-Feeds sinnvoller." kann ich aber nicht zustimmen. Zunächst mal vergleichst du hier zwei sehr unterschiedliche Dinge miteinander: RSS ist nur eine Technik - die sollte im Katalog selbstverständlich als Ausgabeform verfügbar sein, hat dort aber nichts mit Twitter zu tun. Dienste wie Facebook und Twitter können, um mal die These aus dem Vortrag von Anne Christensen aufzugreifen, die Funktion haben, Bibliotheksinformationen in die Umgebung der Benutzer zu bringen - und deshalb sind solche Plattform auch nicht so einfach durch einen Newsfeed der Bibliothek zu ersetzen, denn solche Feeds erreichen nur die (wenigen) Internet-Benutzer, die Feedreader verwenden.

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