Dienstag, 28. Februar 2012

Der neue OPEN-OPAC von Bond ... ähm ... OCLC

Heute hat die Stadtbibliothek Paderborn nach längerem Umbau ihre Pforten neu eröffnet und das gilt auch für den Web-OPAC, der meines Wissens nach als erstes mit dem neuen OPEN-System aus dem Hause OCLC ausgerüstet wurde.
Der Bibliotheksbetriebssystemhersteller wirbt insbesondere mit dem Folgenden:
"Eine moderne Suchmaschinen-Technologie ermöglicht den Benutzern eine schnelle und komfortable Mediensuche. Dafür sorgen u.a. Features wie die "Meinten Sie"-Funktion bei unklarer Schreibweise, eine effiziente Filtersuche, Autovervollständigung u.vm."

Wie das im Einzelnen aussieht habe ich heute morgen gleich mal ausprobiert und möchte euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Mystery Shopping im fremden Katalog!

ERSTE RUNDE

ZWEITE RUNDE

Ich hoffe euch hat es ein bisschen Spaß gemacht, was gibt es Schöneres als etwas Neues auszuprobieren und dazu ermutige ich euch jetzt, testet was das Zeug hält bei der Stadtbibliothek Paderborn!

Montag, 20. Februar 2012

Interview zum mobilOPAC

In Deutschland geht die Entwicklung des mobilen Internets stetig voran, immer mehr Menschen und damit auch immer mehr Bibliotheksnutzer besitzen mobile Endgeräte, die eine mobile Nutzung erlauben. Bei den Bibliotheken und ihren Web-Angeboten ist dieser Trend zumeist noch nicht angekommen. Zwar entwickeln viele Bibliothekssystem-Anbieter inzwischen Lösungen, doch sind die meisten oft noch nicht in der Praxis angekommen oder lassen sich nur über ein kostspieliges Upgrade zubuchen.

Neue Entwicklungen erfordern manchmal neue Produkte mit neuen Ideen, daher freue ich mich im Folgenden ein E-Mail-Interview mit Herrn Dr. Martin Fuchs veröffentlichen zu dürfen. Er ist Geschäftsfüher der Firma subkom GmbH und hat mit seinem Team ein neues Produkt entwickelt, dass jeder Bibliothek ein mobiles Angebot möglich machen soll, den mobilOPAC:

Herr Fuchs, inwiefern unterscheidet sich ihr Produkt von den bereits existierenden?

Die heute auf dem Markt zur Verfügung stehenden Web-OPACs verfügen über gar keine oder nur über eingeschränkte Operabilität für mobile Leserinnen und Leser. Die starren Masken sind dadurch nicht oder nur sehr unbequem zu bedienen.

Unser Produkt mobilOPAC ermöglicht es den Bibliotheken unabhängig von ihrem eingesetzten Bibliothekssystem eine für Smartphones entwickelte Oberfläche anzubieten, die den bestehenden Web-OPAC nicht ersetzt sondern ergänzt.

Welche Möglichkeiten bieten Sie Bibliotheksbenutzern damit?

Neben der Darstellung in einem modernen, und für mobile Webbrowser optimierten Art bietet der mobilOPAC alle wesentlichen Features der großen WebOpacs wie die Stichwortsuche, die Erweiterte Recherche und natürlich auch die Kontofunktionen.

Bibliotheksbenutzer können somit schnell und einfach von unterwegs im Bestand ihrer Bibliothek recherchieren und sehen so beispielsweise, ob ein gewünschtes Medium gerade verfügbar ist und direkt abgeholt werden kann. Außerdem erhält man Zugriff auf die eigene Liste ausgeliehener Exemplare, kann den Gebührenstand einsehen oder Exemplare vormerken bzw. verlängern.

Mit welchen Systemen ist ihr mobilOPAC kompatibel?

Zur Zeit bieten wir die in Deutschland am weitesten verbreiteten WEB-OPACs der Bibliothekssysteme Bibliotheca2000/Bibliotheca Plus von OCLC (vormals Bond), BIBDIA von BiBer und winBIAP von datronic an.

Anpassungen an weitere Systeme sind durch unsere flexible Softwarestruktur gut umsetzbar.

Bibliothekssysteme geben sich im Allgemeinen nicht besonders offen mit ihren Schnittstellen, woher beziehen Sie die Daten?

Im Allgemeinen beziehen wir die Informationen direkt vom bestehenden WEB-OPAC, d.h. wir analysieren die Serverantwort des WEB-OPAC, extrahieren die Antworten - Treffer oder Konto - und bringen sie geeignet zur Anzeige.

Dies hat den Vorteil, das auf alle Daten nur über Hersteller-Eigene Schnittstellen zugegriffen wird und keine direkten Datenbankzugriffe notwendig sind. Daher ist es für den Betrieb des mobilOPACs ausdrücklich nicht notwendig Benutzerdaten separat zu speichern. Alle vorhandenen Daten bleiben dort wo sie bereits jetzt gut aufgehoben sind – auf den Systemen der Bibliothek. Da außerdem keine Softwareinstallationen auf den Serversystemen der Bibliothek notwendig sind entstehen der Bibliothek keine zusätzlichen IT-Kosten.

Im Zuge unsere Kooperation mit BiBer nutzen wir bei BIBDIA-Systemen eine Hersteller-zertifizierte XML-Schnittstelle, die die benötigten Daten zur Verfügung stellt.

Haben Sie die Möglichkeit Bibliotheken statistische Auswertungen über die Zugriffszahlen für den mobilOPAC zugänglich zu machen?

Auf Wunsch bieten wir eine optionale Google Analytics Integration an. Dabei ist selbstverständlich die von Datenschützern geforderte IP-Adressen Anonymisierung aktiviert.

Wo wird das Ganze gehostet?

In der Regel wird der mobilOPAC auf einem unserer Server in Deutschland gehostet. In der monatlichen Gebühr für den mobilOPAC sind sämtliche Kosten für den Dienst im laufenden Betrieb enthalten.

Die Vorteile für die Bibliothek liegen auf der Hand: Keine zusätzlichen Aufwände für eine neue zusätzliche Softwareinstallation die auf dem Server gewartet werden muss. Falls der Kunde dies wünscht, ist aber auch eine Installation auf einen Kundenserver möglich.

Durch den Einsatz moderner und erprobter Open-Source Technologie sind wir bestens für die Zukunft gerüstet.

Wie gestalten sich die Kosten für Ihr Angebot?

Die mobilOPAC-Preise sind abhängig von der Größe der Bibliothek, d.h. abhängig von der Medien- bzw. Entleiheranzahl und setzen sich aus einer einmaligen Lizenzgebühr und einer monatlichen Betriebsgebühr zusammen. Wir bieten mehrere flexible Modelle der Beitragszahlung an. Individuelle Angebote unterbreitet gerne unser Vertriebsteam (www.mobilopac.de).

Gibt es bereits Bibliotheken, die dieses Angebot nutzen?

Zum jetzigen Stand Ende Januar 2012 setzen bereits fünf Bibliotheken unseren mobilOPAC erfolgreich ein. Bei mehreren Bibliotheken wird derzeit die Einführung geplant.

Hiermit möchte ich mich bei Herrn Dr. Fuchs bedanken für die Bereitschaft zu diesem Interview. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten Nutzern mobil Zugang zu verschaffen und dies ist nur eine Lösung. Ganz unabhängig von diesem Produkt sollten Bibliotheken ihr Augenmerk auf mobile Angebote für Ihre Bibliothekskunden intensivieren, denn der Trend reißt nicht ab.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Onleihe goes App

Nachdem bereits in einer Ausgabe des Bibliotheksforums Bayern von 2009 seitens der Divibib verkündet wurde, dass es Ende 2010 eine App geben würde, die dann das iPhone mit den Onleihe-Titeln versorgt, so ist diese jetzt auch erschienen. Im Itunes-Store ist sie unter dem Namen Onleihe erhältlich und lässt in Verbindung mit dem Bluefire Reader die Anzeige der eBooks aus den jeweiligen Bibliotheken zu. Alle eBooks, nein, doch zumindest die im ePub-Format. Das heißt, wenn man einen größeren iPod, ein iPhone oder iPad sein Eigen nennt, ein Bibliothekskonto in einer der Bibliotheken die sich für die App entschieden haben besitzt und dann der Step-by-Step-Anleitung folgt, sollte man eBooks im ePub-Format auf seinem Apple-Instrument lesen können. Puh, geschafft - das wiederum dürften sich auch die Kunden der jeweiligen Bibliotheken denken, wenn sie angekommen sind.

Die Liste der inkludierten Bibliotheken wird gerade stetig ausgebaut. Waren es zu Beginn noch vier, mit den Bücherhallen Hamburg, der Stadtbibliothek Reutlingen, der Stadtbücherei Frankfurt am Main und der Stadtbibliothek Duisburg, so kommen nun sukkzessive neue Bibliotheken dazu. Auch unsere Bibliothek wird bald darüber verfügen und ich freue mich somit schon auf den ersten Praxistest, wobei ich gerade schon festgestellt habe, dass von unseren gut 700 eBooks nur 200 im ePub-Format vorliegen, schade.

Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werde ich hier ergänzen!

Freitag, 2. Juli 2010

RFID-Personalausweis als Nutzerausweis?

Die Bundesregierung hat ja vor kurzem beschlossen den Personalausweis noch in diesem Jahr mit einem RFID-Chip zu versorgen. Zwar wohl nur für die, die ihn neu kriegen und die, die freiwillig tauschen wollen, aber es wird sie definitiv ab dem 1. November geben. Für viele Bibliotheken, die mit RFID arbeiten, könnte das meiner Meinung nach von Interesse sein. Denn die "elektronische Authentifizierung", die mit dem Ausweis möglich wäre, ließe sich eventuell auch insoweit nutzen, dass der Leserausweis als solcher vielleicht hinfällig würde. Einsparen ließen sich, die Erstellung der Ausweise und die Routine-Fragen: "Ich habe meinen Ausweis vergessen, was mache ich denn jetzt?" Natürlich würde man auch einen gewissen Profilverlust in Kauf nehmen, ohne eigenen Bibliotheksausweis und die Möglichkeit einen Aufkleber drauf zu kleben, der dem Nutzer sagt, wie lange seine Jahresmitgliedschaft noch gültig ist.
Doch wer lässt seinen Personalausweis aus Versehen zu Hause, es gibt sie ja, aber ich denke der Großteil der Personen, die eine Bibliothek besuchen, führen ihn mit sich. Wäre doch mal eine interessante Erhebung.
Ein weiterer Stolperstein könnt die Frequenz sein. Eine erste kleine Recherche online ließ mich noch nicht fündig werden, wären jedoch die Frequenzen im Bibliotheksbereich mit denen des Personalausweises zu vereinbaren, dann dürfte es dahingehend keine Probleme geben.


Bild-Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Verkehrstechnik











Das Runde an der rechten Seite des zweiten Bildes ist übrigens das Logo, dass dann überall drauf ist, wenn man seinen Ausweis nutzen kann. Für die entsprechenden Bibliotheken schon mal spannend, wo das hinkommt.

Samstag, 16. Januar 2010

Firefox Addon zum Covern einer ISBN

Ein ganz nettes Tool ist bei der Universitäts-Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität zu haben. Dieses Firefox-Addon zeigt dem Nutzer, wenn sich in der aktuellen Browser-Seite eine ISBN befindet, das, sollte es bei Google Books hinterlegt sein, passende Cover!
Das Ganze soll ein Mehrwert für den Bibliothekskatalog sein, wenn die Bibliothek selbst keine Kapazitäten zur Einbindung von Coverabbildungen hat. Dafür ist das Tool auch sehr gut gelungen, denn solange nur eine ISBN auf der Seite zu finden ist und das Bild hinterlegt ist, klappt das auch sehr gut. Über das Bild kann man dann auch wunderbar zu Google Books springen und weitere Informationen erhalten.

Bei einer Seite mit mehreren ISBN ist das Addon bis jetzt aber scheinbar noch überfordert, hier wird entweder nichts angezeigt oder "Loading", ich würde mir hier eine nettere Lösung wünschen, vielleicht die Cover untereinander oder beim Überfahren mit der Maus das jeweilige. Insgesamt ist das Addon aber eine sehr nette Idee!

Samstag, 20. Juni 2009

Off-topic: Putpat.tv - Revolution fürs Musikfernsehen!?

Putpat.tv ist neu und funktioniert personalisiert. Was last.fm schon lange als Internetradio ausmacht, soll es nun auch für Musikfernsehen á la MTV oder Viva geben. Das neue Konzept läuft übers Netz, man kann seine Vorlieben benennen und rausschmeissen was man nicht sehen will.

Die Betreiber sprechen davon, dass sie es nicht mit Youtube aufnehmen wollen, sondern im Gegensatz zum fast-food-ähnlichen Konsum einzelner Lieder dort, wieder zurück zu einem Senderkonzept wollen. Insbesondere auf internetfähige Spielekonsolen und Fernseher haben es die Betreiber abgesehen. Sie gehen davon aus, dass der Nutzer mit Sicherheit nicht am PC sitzen will um den Sender zu sehen, sondern gemütlich auf dem Sofa!

Im Moment steht das Ganze noch in der geschlossenen Beta-Phase, aber bei Launch der Endversion sollen auch Moderatoren dazukommen, da die Betreiber nicht auf Gesichter verzichten wollen, eine Kooperation mit dem Team vom Intro-Verlag besteht wohl schon. Auch Werbung wird es geben, denn nichts in der Größenordnung ist kostenlos aufzubauen, aber wenn man dafür seinen eigenen Musikrichtungen sehen kann, ist es das meiner Meinung nach wert. Ach ja letzendlich wollen die Betreiber wohl auch eine werbefreie pay-tv-ähnliche Version basteln.



In eine ähnliche Kerbe schlägt Tape.tv, diese zeigen den ganzen Tag Videostreams und auch hier sind ein paar Personalisierungsmöglichkeiten gegeben. Das Ganze läuft aber über gestreamte Videos von Youtube und gilt für mich damit eher als mehr schlecht als rechte Zwischenlösung, zudem hängen die Videos beim Wechseln, weil der Stream bei Youtube nicht schnell genug geladen wird.



Mir war es möglich die Betaphase von Putpat.tv anzutesten, leider bis jetzt nur auf dem PC, weil ich als Student keinen internetfähigen Fernseher besitze und meine Wii zwar Internet mitmacht, aber noch lange kein Flash. Auch hier haben wir noch Hänger und Fehler, aber insgesamt sieht das Ganze wesentlich besser aus und macht durch Vollbild und große Bedienelemente, die mobile Geräte und Spielekonsolen á la Wii lieben werden, richtig viel Spaß!

Ich freu mich auf die hoffentlich fehlerfreie Vollversion und das trotz der angedrohten Werbung.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Friendfeed - Gebündelte Information

Eine weitere Seite, die Lambert Heller in seinem Vortrag vorgestellt hatte ist Friendfeed. Hier kann man, die ganzen Dienste die man nutzt, gebündelt den anderen vorstellen. Um das Ganze ein bisschen plastischer zu gestalten nehmen wir mal als Beispiel eine öffentliche Bibliothek.
Diese könnte einen RSS-Feed haben mit Neuerscheinungen, einen Facebook-Auftritt, einen Youtube-Kanal, bei Flickr Veranstaltungsfotos einstellen und nebenbei twittern.
Als Fan dieser Bibliothek hätte ich nun das Problem alle diese Seiten abzusuchen um herauszufinden, was sie alles Schönes online publiziert.
Wenn aber diese Bibliothek, das alles in Ihr Friendfeed-Profil zusammenführt, sehe ich hier auf einen Blick, was es alles Neues gibt.


Hier mal ein Screenshot, wo man sieht, welche Dienste alle zusammen-
geführt werden können:

Insgesamt ist es meiner Meinung nach eine ganz gute Idee, die vielen Möglichkeiten wieder zusammen zu führen. Hoffentlich wird Friendfeed noch viel bekannter.